In diesem Sommer haben wir uns mit einer ganz besonderen Frage beschäftigt:
Was ist eigentlich in meinem Kopf?
Daraus ist unser Sommerprojekt entstanden. Gemeinsam haben wir eigene Köpfe gebaut – zunächst aus Zeitungspapier und Klebeband. Danach kamen Gipsbinden dazu und die Köpfe wurden Stück für Stück fester und stabiler.
Dabei sahen die Köpfe zwischendurch manchmal ganz anders aus als am Ende. Es wurde ausprobiert, wieder verändert, weitergebaut und manchmal auch ein bisschen geflucht, wenn etwas nicht so funktionieren wollte, wie man es sich vorgestellt hatte.
Nach und nach bekamen die Köpfe ihre eigene Form.
Dann kam der nächste Schritt: die Gedankendrähte.
An den Drähten konnten die Kinder Dinge befestigen, die in ihrem Kopf einen Platz haben. Eine Sonne, ein Herz, Menschen, Erinnerungen, Gedanken oder andere Dinge, die für sie wichtig sind.
Dabei durfte jedes Kind selbst entscheiden, was dazugehört.
Manchmal war sofort eine Idee da. Manchmal hieß es auch einfach: „Ich weiß nicht.“
Und auch das war völlig in Ordnung.
Besonders schön war, dass aus dem Basteln immer wieder Gespräche entstanden. Was ist gerade wichtig? An wen denke ich? Was macht mich glücklich? Was beschäftigt mich? Und manchmal gab es auch Dinge, die ein Kind lieber für sich behalten wollte.
So wurde aus Zeitung, Gips und Draht nach und nach etwas ganz Persönliches.
Keiner der Köpfe sieht aus wie der andere – und genau das war auch so gedacht.
Unser Projekt ist noch nicht einfach mit dem letzten Pinselstrich fertig. Die Köpfe dürfen weiter wachsen und verändert werden. Denn schließlich ist auch in unseren Köpfen nicht jeden Tag dasselbe.
Was heute wichtig ist, kann morgen schon wieder ganz anders aussehen.
Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß beim Ausprobieren, Bauen, Bohren, Gestalten, Verwerfen und Weiterdenken.
Und vielleicht ist die Frage „Was ist in meinem Kopf?“ eine Frage, die uns noch ein bisschen länger begleiten wird